



Als ich 1995 mit meinem Angie-Baby in Berlin einen Hundeplatz aufsuchte um dort „Etwas mit meinem jungen Hund zu machen“,
er sollte schließlich ein wenig gefördert werden und sollte ein ausgefülltes Hundeleben führen dürfen, ja da hatte ich großes Glück oder war es womöglich doch Fügung…
ich landete jedenfalls auf einem Platz der Agility anbot.
Ja, das gefiel mir und hochmotiviert machte ich mich ans Training.
Aller Anfang ist bekanntlich schwer, die damaligen Ausbildungs- und Führmethoden waren Lichtjahre von den heutigen entfernt und ich erinnere mich noch sehr gut daran,
welch große Probleme es mir beispielsweise bereitete den Klassischen Wechsel, den hinter dem Hund hinzubekommen.
Ich dachte seinerzeit, das lernst du nie, denn meine Angiemaus blieb immer stehen wenn ich wechseln wollte!?
Turniere laufen, nein diese Ambitionen hatte ich nicht, dafür waren wir viel zu schlecht, mein Hund sollte eine Aufgabe haben,
ich wollte mit meinem Hund gemeinsam Spaß haben, das war meine Idee aber es kam ganz anders,
denn mit einem mal löste sich der Knoten und es erschien mir wie ein Tanz den ich mit meiner Angie tanzte, es war soooo schön, so harmonisch;-)
Dies war der Moment wo mich der Agility-Virus gnadenlos erwischte, der Virus gegen den es kein wirksames Mittel gibt!
Angie und ich liefen entgegen meines ursprünglichen Plans zahllose erfolgreiche Turniere und nahmen relativ erfolgreich an diversen Deutschen Meisterschaften teil.
Meine Angie ist längst über die Regenbogenbrücke gegangen und mit Neele und Ornella meinen ersten Papillons trainierte ich anschließend wohl ein wenig, sozusagen auf Sparflamme,
weil widrige Umstände ein echtes Training nicht zuließen, doch dann entdeckte ich das Potential meines jungen Papillon Rüden Bernardos,
den ich eigentlich „nur so“ zum Hundeplatz mitnahm um ihn besser zu sozialisieren.
Der schlummernde Virus brach wieder in voller Wucht und gnadenlos aus, es besteht keinerlei Hoffnung auf Heilung;-)
Inzwischen ist wieder diese wunderbare Harmonie zwischen mir und meinem Hund eingetreten und ich freue mich stets aufs Neue auf das Training,
auf Turniertage und ganz besonders auf Agility-Seminare.
Mal sehen was uns die Zukunft noch so bringt...
